
Folgende Beispiele
Sie nehmen an, daß der DAX-Index in absehbarer Zeit steigen wird. Sie kaufen einen Kontrakt DAX z.B. bei 5100 Pkt.
Der DAX steigt wie angenommen z.B. auf 5120 Pkt.
Sie möchten den Gewinn realisieren und stellen Ihre Kaufposition glatt, indem Sie den einen Kontrakt DAX jetzt verkaufen
(Kauf bei 5100 und Verkauf bei 5120).
Jeder Punkt beim DAX-Kontrakt - bedeuten 25,- €.
Die Differenz von Kauf und Verkauf beträgt 20 Pkt.
20 mal 25,-€ = 500.- € Gewinn

Weitere Beispiele
Sie nehmen an, daß der DAX-Index in absehbarer Zeit steigen wird. Sie kaufen einen Kontrakt DAX z.B. bei 5100 Pkt.
Der DAX fällt aber z.B. auf 5080 Pkt.
Sie möchten den Verlust realisieren und stellen Ihre Kaufposition glatt, indem Sie den einen Kontrakt DAX jetzt verkaufen
(Kauf bei 5100 und Verkauf bei 5080).
Jeder Punkt beim DAX-Kontrakt - bedeuten 25,- €.
Die Differenz von Kauf und Verkauf beträgt 20 Pkt.
20 mal 25,- € = 500.- € Verlust.


Sie können Kauf- oder Verkaufspositionen jederzeit eingehen oder glattstellen. Theoretisch ist es möglich, innerhalb weniger Sekunden zu kaufen und zu verkaufen. Sie können aber auch Positionen über Wochen halten, spätestens aber zum Deklarationstag müssen offene Positionen glattgestellt werden.
Weitere Beispiele
Sie nehmen an, der DAX wird in absehbarer Zeit fallen. Sie verkaufen einen Kontrakt DAX z.B. bei 5080 Pkt.
Ihre Spekulation geht auf und der DAX fällt um 30 Pkt. auf 5050 Pkt.
Sie möchten den Gewinn realisieren und stellen Ihre Verkaufsposition glatt, indem Sie den einen Kontrakt DAX jetzt kaufen
(Verkauf bei 5080 und Kauf bei 5050).
Jeder Punkt beim DAX-Kontrakt - bedeuten 25,- €.
Die Differenz von Verkauf und Kauf beträgt 30 Pkt.
30 mal 25,- € = 750,- € Gewinn.
Wäre aber der DAX nicht gefallen sondern gestiegen, z.B. auf 5110
und Sie würden dann Ihre Position glattstellen, wäre der Verlust bei 30 Pkt.
30 mal 25,- €= 750,- € Verlust.


Wie Sie bereits gemerkt haben, € sich sowohl auf steigende als auch auf fallende Märkte spekulieren. Einige sind verwirrt darüber, wie es einem möglich ist, eine Ware zu verkaufen, die er nicht besitzt.
Die Antwort liegt in der Tatsache, daß der Spekulant einen Futures-Kontrakt und nicht die physische Ware verkauft. Selbstverständlich
ist es Ihnen überlassen, wieviel Kontrakte Sie handeln möchten. Sie können also 2 Kontrakte DAX kaufen und später z.B. nur 1 wieder verkaufen. Sie haben dann noch einen Kaufkontrakt. Diesen können Sie zu einem späteren Zeitpunkt glattstellen.
Wenn Sie zwei Kontrakte besitzen erhöht sich Ihr Gewinn oder Verlust um das zweifache. 1 Pkt. sind 25,- €
mal 2 Kontrakte sind dann 50,- € usw.
Das Beispiel vom DAX-Index € sich auf alle Futures-Märkte übertragen. Sie können also mit Gold, Bund oder z.B. auf den Dow Jones spekulieren.
Achtung:
Bei einem Futures-Geschäft wird für den Kontrakt nichts bezahlt, es wird auch nicht wie bei einer Option eine Prämie bezahlt.
Für den Handel mit Futures-Kontrakten verlangt die Börse von jedem Spekulanten eine Sicherheitshinterlegung (Initial-Margin). Abhängig von der Ware fallen diese unterschiedlich aus. Im Schnitt beträgt die Sicherheitshinterlegung 5% - 20% vom Kontraktwert.
Um z.B. den DAX-Index zu handeln, müssen derzeit 10.000,- € beim Broker hinterlegt werden. Gewinne und Verluste beim Handeln werden dem Konto addiert bzw. subtrahiert. Angenommen Sie machen mit einer DAX-Spekulation 500,- € Gewinn, wird dieser Gewinn sofort Ihrem Konto gutgeschrieben. Bei einem aktuellen Kontostand von z.B. 20.000,- € wäre der Stand nach dem Gewinn 20.500,- €. Bei einem darauf folgenden Verlust-Handel von z.B. 1000,- €, würde der Verlust Ihrem Konto abgezogen und Ihr Konto hätte dann ein Stand von 19.500,- €.
Wenn Verlust-Positionen eine bestimmte Grenze, gewöhnlich 75% der Sicherheitshinterlegung unterschreiten, wird vom Broker ein so genannter Nachschuß (Variation Margin) verlangt, um die ursprüngliche Deckung wieder herzustellen. Der Spekulant ist nicht verpflichtet dieser Aufforderung nachzukommen. Der Broker ist dann aber berechtigt, nicht aber verpflichtet, die Positionen des Kunden mit Unterdeckung soweit zwangsweise zu liquidieren, daß wieder volle Deckung hergestellt ist.
Wie schon ausgeführt, wird die Höhe der Sicherheitshinterlegung von der Börse vorgegeben. Der Broker ist aber befugt, die Sicherheitshinterlegung zur eigenen Sicherheit höher anzusetzen.
Den Gewinnmöglichkeiten an den Futures-Märkten, stehen immer die Verlustmöglichkeiten gegenüber. |